Das Problem des Herzstillstands

Das Problem des Herzstillstands

AEDs (Automatisierte Externe Defibrillatoren) sind nicht in erster Linie für Rettungskräfte und professionelles medizinisches Personal gedacht, sondern für Laien, die noch nie zuvor mit einem Herzstillstand konfrontiert waren. In solchen Situationen steigt der Herzschlag der Helfer stark an, ihre Hände zittern, sie werden sehr nervös – Sekunden entscheiden über Leben und Tod.

Oft glauben Menschen fälschlicherweise, dass sie vor einem Herzstillstand sicher sind, da dies nur ältere Menschen oder Herzpatienten betreffen soll. Doch das ist überhaupt nicht der Fall. Herzstillstände treten auch bei Jugendlichen, Kindern, Babys, Sportlern und gesunden Menschen auf, die weder einen erhöhten Cholesterinspiegel noch Herzprobleme haben. Es kann also jedem von uns passieren.

Im Falle eines Herzstillstands, wenn unser Gehirn keinen Sauerstoff mehr erhält, haben wir nur etwa 3 Minuten Zeit zu reagieren. Nach 3 Minuten beginnen die Gehirnzellen abzusterben, und es treten dauerhafte Schäden am Gehirn auf. Da das Opfer in einer solchen Situation bewusstlos ist, kann es sich weder selbst helfen noch Hilfe rufen. Es ist auf die Menschen angewiesen, die sich (vielleicht) gerade in der Nähe befinden.

In der überwiegenden Mehrheit der Fälle (über 95 %) sind diese Menschen keine erfahrenen medizinischen Fachkräfte oder Ersthelfer, sondern Passanten, Verwandte, Freunde oder Familienmitglieder. Also „Laien“, Menschen, die noch nie zuvor einen Herzstillstand erlebt haben.

Diese Personen möchten in einer solchen Situation helfen, wissen aber nicht wie. Die meisten sind in dieser Situation extrem nervös, ihre Herzfrequenz steigt stark an, sie schwitzen, ihre Hände zittern, sie verlieren die Orientierung, Dinge fallen ihnen aus der Hand, sie geraten in Panik...

Deshalb haben wir den Lifeline AED entwickelt – einen Defibrillator, der in Sekunden einsatzbereit ist. Er ist vollständig auf „Laienanwender“ zugeschnitten und funktioniert so einfach, dass jeder „Laie“ damit ein Leben retten kann.

Defibrillation – was ist das überhaupt?
Wussten Sie, dass in unserem Land jedes Jahr etwa 2.500 Menschen an einem Herzstillstand sterben? Die einzige Lösung bei einem Herzstillstand ist die „Defibrillation“ – ein Verfahren, bei dem mit Hilfe eines Defibrillators ein elektrischer Schock durch das Herz geleitet wird, der die Herzfunktion wieder in den richtigen Sinusrhythmus bringt. Entscheidend ist, den Schock so schnell wie möglich zu starten. Jede Minute sinkt die Überlebenschance um etwa 10 %, im Durchschnitt tritt der Tod nach 10 Minuten ein. Ab der 3. Minute beginnen schwere Hirnschäden und andere Folgen.

In den meisten Fällen kann eine rechtzeitige Defibrillation ein Leben retten und der betroffenen Person ermöglichen, ohne bleibende Schäden (Hirnschäden, Behinderungen usw.) weiterzuleben.

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